Gründungsfinanzierung

Kaum eine Gründung kommt ohne Startkapital aus. Damit die Gründungsfinanzierung gelingt, ist eine solide Planung wichtig. Dafür müssen Sie im Vorfeld einige Fragen klären: Wie viel Geld wird überhaupt für das eigene Vorhaben gebraucht? Welche Möglichkeiten der Finanzierung gibt es und wo soll das Geld herkommen?

Inhalte dieser Seite:

Businessplan

Möglichkeiten der Finanzierung

Erfolgreiche Finanzierung

Fördermöglichkeiten recherchieren

Fazit

 

Weitere Fragen, die Sie sich für eine Gründung zum Thema Finanzierung stellen sollten: Nutzen Sie öffentliche Fördermöglichkeiten des Landes NRW, des Bundes oder der EU als Geldquellen? Oder Kapital von privaten Geldgebenden wie beispielsweise Business Angels? Die Basis für eine erfolgreiche Finanzierung ist jedoch ein guter Businessplan. Denn nur so lassen sich potenzielle Geldgebende davon überzeugen, in eine Gründung zu investieren.

Es gibt also vieles zu beachten, bevor Sie mit dem eigenen Unternehmen loslegen können. Um Ihnen als Gründende den Weg in die Selbständigkeit zu erleichtern, finden Sie hier die Antworten auf wichtige Fragen zusammengestellt.

Businessplan

Warum brauche ich einen Businessplan?

Neben grundsätzlichen Überlegungen, etwa zu Gründungsförderung, Geschäftsidee oder auch Beratung, ist es vor allem der Businessplan, der zu Beginn einer Gründung wichtige Informationen über das Unternehmen verraten soll. Der Businessplan soll die künftige Geschäftsidee mit dem dazugehörigen Produkt oder der Dienstleistung erklären. Zusätzlich soll er durch eine klare Struktur zeigen, was die Schwerpunkte des neu gegründeten Unternehmens sind. Das hilft, Vertriebskanäle zu erschließen und künftige Geldgebende zu überzeugen.

Gliederung und Schwerpunkte: Was gehört in den Businessplan?

Für den Businessplan ist ein schlüssiger Aufbau unverzichtbar. Eine gut leserliche, klare Gliederung sowie ein einfacher und verständlicher Schreibstil beim Erstellen sind dabei ein Muss. Beim Schreiben selbst sollten Sie auf zu allgemeine Ausführungen, aber auch auf unnötige Fachbegriffe verzichten. Der Fokus sollte auf dem Neuen und Besonderen der Gründung liegen, um das (geplante) Unternehmen bestmöglich zu präsentieren. Es gibt zwar nicht die eine vorgeschriebene Gliederung für die Erstellung eines Businessplans, allerdings hat sich der folgende Aufbau bewährt:

1. Zusammenfassung

Am Anfang eines Businessplans sollte immer eine kurze, allgemeine Zusammenfassung stehen. Darin sollten Sie die Hauptpunkte der Gründung und die wichtigsten W-Fragen beantworten, etwa: Wie lautet die Geschäftsidee und was ist das Besondere daran? Wie erreichen Sie neue Kundinnen und Kunden? Wie viel Umsatz und Gewinn können Sie in den ersten Jahren erwirtschaften? In diesem Teil sollte kurz und knapp klar werden, was Sie mit dem neu gegründeten Unternehmen überhaupt erreichen wollen.

2. Haupttext

In diesem Textteil sollten Sie vor allem die Geschäftsidee und deren eigentliche Umsetzung beschreiben. Dabei muss klar werden, um welches Produkt oder welche Dienstleistung es sich handelt. Außerdem wie und zu welchem Preis diese/s auf den Markt kommen soll.

1) Geschäftsidee

Ein entscheidender Punkt im Businessplan, der wichtige Details über das Unternehmen verrät, ist die Beschreibung der Geschäftsidee. Hier sollen Sie das Produkt oder die Dienstleistung erklären. Dabei geht es vor allem darum, hervorzuheben, warum gerade die entsprechende Geschäftsidee gut ist und wie Sie diese umsetzen wollen. Aber auch, welche Kernkompetenzen der Gründenden eine entscheidende Rolle spielen und wichtig für den Erfolg des Unternehmens sind.

2) Markt und Wettbewerb

In diesem Teil des Businessplans spielt vor allem die zu erreichende Zielgruppe eine Rolle. Konkret geht es darum, die Zielgruppe zu definieren und zu beschreiben, wie sich das Produkt oder die Dienstleistung von Konkurrenten abheben soll.

Zusätzlich sollte in diesem Teil klar werden:

  • welche Vertriebswege und Märkte das Unternehmen für sich nutzen wird und
  • wie es Kundinnen und Kunden langfristig an sich binden will.
3) Team und Partner

Nachdem im vorigen Teil der Schwerpunkt auf potenziellen Kundinnen und Kunden lag, sollten sich die Gründenden in diesem Teil selbst vorstellen. Hier ist es wichtig, Vorerfahrungen, Aufgaben und Stärken, aber auch Kenntnisse der Branche der Gründenden hervorzuheben. Es soll klar werden, wer welche Aufgaben im Unternehmen übernimmt, welche Talente wo eingesetzt werden können und wie es um die Vorerfahrung im Unternehmen steht. Darauf aufbauend kann es auch von Vorteil sein, Unternehmenswerte zu nennen. Diese geben im Unternehmen selbst einen Orientierungsrahmen vor und verraten mehr darüber, wie es um Werte, Ideale oder die Kultur innerhalb des Unternehmens bestellt ist.

4) Unternehmen

In diesem Teil des Businessplans geht es vor allem darum, zu beschreiben, wie das Unternehmen aufgebaut sein soll. Das kann zu Beginn eine Beschreibung der Produktionsprozesse und der Kernaktivität des Unternehmens sein. Zusätzlich sollte aus diesem Teil aber auch hervorgehen, welchen Standort und welche Rechtsform Sie für das Unternehmen gewählt haben – und warum.

Neben Informationen zum Unternehmen und der Beschreibung von Potenzialen und Chancen sollten Sie aber auch denkbare Risiken und dazugehörige Lösungen nennen. Das ist besonders deswegen hilfreich, da Sie so einen Punkt festlegen, an dem Sie die Reißlinie ziehen. Damit bleibt das finanzielle Risiko für das Unternehmen (und auch für potenzielle Geldgebende) überschaubar.

3. Finanzierung

Neben dem Hauptteil ist der Finanzteil besonders relevant, da es hier vor allem darum geht, die Kosten einzuschätzen und potenzielle Kapitalgebende zu gewinnen. Es steht vor allem die Frage im Raum, ob es sich (für die Kapitalgebenden) lohnt, überhaupt in das neue Unternehmen zu investieren.

Im Finanzteil sind unter anderem folgende Punkte entscheidend, über die Sie sich im Zuge der Erstellung des Businessplans Gedanken zu machen sollten:

  • Private Kosten: Wie hoch sind die eigenen Lebenshaltungskosten inklusive Altersvorsorge und Einkommensteuer? Diese sollten langfristig mit den Umsatzerlösen eingespielt werden.
  • Kapitalbedarf und Finanzierung: Hier sind alle Kosten und Ausgaben zu nennen, damit Sie das Unternehmen starten und für die ersten Monate betreiben können. Inklusive vorgestrecktem Eigenkapital und der verbleibenden Summe in Form von Fremdkapital (zum Beispiel durch Förderprogramme), die noch für die übrige Finanzierung gebraucht wird.
  • Rentabilität: Hier geht es darum, die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens in wichtigen Kennzahlen zu beschreiben. So machen Sie klar, ab wann das Unternehmen rentabel sein kann.
  • Liquidität: Besonders für Banken und Investorinnen und Investoren ist die Frage relevant, ab welchem Monat die Einnahmen des Unternehmens die Ausgaben übersteigen. Denn bis dann müssen Sie das durch die Unternehmensgründung entstandene Minus finanzieren.

Sie sehen, dass der finanzielle Teil eines Businessplans gut überlegt und aufgeschlüsselt sein sollte. Deshalb wird der Finanzteil von Fachleuten mitunter als das eigentliche Herzstück des Businessplans angesehen, auf den vor allem Banken und Geldgebende schauen werden.

4. Anhang

Der Anhang am Ende eines Businessplans umfasst alle wichtigen Belege, die die im Businessplan verwendeten Inhalte nochmal untermauern sollen. Das sind in der Regel:

  • Lebensläufe der Gründenden,
  • Zertifikate und Zeugnisse,
  • Genehmigungen,
  • Patente und
  • weitere Darstellungen oder Abbildungen, die als wichtige Nachweise für die Gründenden dienen.

Zusammenfassung

Der Businessplan ist eine umfangreiche und gut strukturierte Darstellung einer Geschäftsidee und dient als „Fahrplan“ für die erfolgreiche Unternehmensgründung. Sie sollten ihn in der Regel selbst schreiben, da Sie so wichtiges Wissen erhalten. Der Businessplan sollte verschiedene Qualitätskriterien erfüllen, um das zu gründende Unternehmen bestmöglich von Beginn an zu präsentieren. Dazu gehören neben optischen Kriterien wie Klarheit, Visualisierung und Lesbarkeit besonders branchenspezifische sowie finanzielle Erläuterungen. Die sollen Aufschluss darüber geben, wie Sie das Unternehmen aufstellen und finanzieren wollen.

In NRW beraten 71 Startercenter NRW kostenlos und unabhängig zum Thema Unternehmensgründung und -förderung. Vereinbaren Sie gerne einen Termin und besprechen Sie Ihren Businessplan vor Ort. Sie werden dort kostenlos bei der Erstellung eines Businessplans unterstützt, der auch für den Einsatz bei Banken geeignet ist.

Weitere Details über die einzelnen Punkte des Businessplans sowie Vorlagen finden sich auf folgenden Seiten:

 

Möglichkeiten der Finanzierung

Die Wege zu einer erfolgreichen Gründung und dem nötigen Startkapital sind sehr unterschiedlich. Um den richtigen Weg in die Gründung zu gehen, zeigen wir hier, welche Möglichkeiten der Finanzierung überhaupt denkbar sind.

Darlehen

Auch eine gute Geschäftsidee braucht manchmal finanzielle Starthilfe. Die NRW.BANK bietet unter anderem zinsverbilligte Darlehen für Gründende sowie Weiterführung eines Unternehmens in Nordrhein-Westfalen an. Über NRW hinaus gibt es auch öffentliche Darlehen von Bund und EU für Gründungen, zum Beispiel die Darlehen der KfW.

Zuschüsse

Zuschüsse können gerade zu Beginn einer Gründung viel wert sein. Sie sind attraktiv, da sie in der Regel nicht zurückgezahlt werden müssen. Welche Zuschüsse gibt es?

Bei Fragen zu Zuschüssen helfen die Beratungseinrichtungen für Gründende im Land gerne weiter.

Beteiligungskapital: Business Angels und Venture Capital

Neben öffentlichen Förderprogrammen können auch private Investitionen in Form von Beteiligungskapital ein Teil im Finanzierungsmix sein. Sogenannte Business Angels bringen Venture Capital in vielversprechende junge Unternehmen ein. Das hat über die reine Finanzierung hinaus meist einen weiteren Vorteil: den Zugriff auf das Netzwerk und das branchenspezifische Know-how des Investors.

Das Business Angel Netzwerk Deutschland ist ein Beispiel dafür: Gründenden stehen Expertinnen und Experten für neue Formen der Finanzierung sowie für klassische Venture Capital-Fonds zur Verfügung. Aber auch das Land NRW ist sehr aktiv in puncto Beteiligungskapital, etwa mit dem Angebot NRW.Venture, das junge schnell wachsende Unternehmen unterstützt. Oder mit der win Business Angels Initiative der NRW.BANK, die innovative Unternehmen und Business Angels zusammenbringt.

Bürgschaften

Ein weiteres Puzzle-Teil bei der Gründungsfinanzierung können Landesbürgschaften oder Bürgschaften sein, die die Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen vergibt. Sie bietet freiberuflich arbeitenden Menschen sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Ausfallbürgschaften von bis zu 80 Prozent, maximal jedoch 1,25 Millionen Euro. Oberhalb dieser Summe bürgt das Land Nordrhein-Westfalen direkt mit Landesbürgschaften, die ebenfalls bis zu 80 Prozent des Ausfallriskios abdecken. Die Anträge stellen Sie jeweils über Ihre Hausbank. Bürgschaften bis 200.000 Euro können auch direkt bei der Bürgschaftsbank NRW beantragt werden.

 

Erfolgreiche Finanzierung

Die meisten Gründenden brauchen für die Realisierung ihrer Geschäftsidee Startkapital. Egal ob sie Eigen- oder Fremdkapital verwenden oder beide Formen kombinieren. Damit eine erfolgreiche Finanzierung gelingt, ist eine sorgfältige Planung notwendig. Aber auch der Blick auf andere Aspekte wie Steuern, Bildung von Rücklagen und Kostenreduktion ist sehr wichtig.

Planung

Für eine erfolgreiche Finanzierung ist vor allem eine seriöse Planung entscheidend. Diese hilft, die Wirtschaftlichkeit einer Gründung zu beurteilen. Ein Aspekt davon ist die sogenannte Liquiditätsvorschau: Dabei stellen Sie die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben einander gegenüber. So lässt sich berechnen, wann ein Unternehmen voraussichtlich in die Gewinnzone kommt und wie es um die Zahlungsfähigkeit steht. Schließlich müssen Sie auch am Anfang die laufenden Rechnungen, Kosten für Personal, Versicherungen, Steuern oder Miete bezahlen.

Ein weiterer Aspekt bei der Planung ist die Ermittlung des Kapitalbedarfs. Diese sogenannte Kapitalbedarfsplanung gehört in jeden Businessplan und gibt einen Überblick, wie viel Geld Sie bei der Gründung investieren müssen. Folgende Größen sollten Sie dabei ermitteln: der Kapitalbedarf für die formale Gründung, für die betriebliche Anlaufphase, für die Sicherung des Lebensunterhalts und die Finanzierung des Kapitalbedarfs.

Wenn bekannt ist, wie viel Geld Sie insgesamt für die Gründung brauchen, ist es Zeit für den Finanzierungsplan: also die Klärung, wo die Summe herkommt und wie dabei das Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital sein soll. Ein hoher Eigenkapitalanteil hat einige Vorteile, stärkt zum Beispiel die Kreditwürdigkeit.

Steuern und Rücklagen

Schon vor einer Gründung macht es Sinn, sich mit Steuern auseinanderzusetzen. Denn mit dem Finanzamt haben Sie während der Selbständigkeit permanent zu tun. Dabei variieren die steuerlichen Rechte und Pflichten mit der Wahl der Rechtsform. Kleinunternehmerinnen oder -unternehmer beispielsweise führen keine Umsatzsteuer an das Finanzamt ab. Außerdem können Sie als Unternehmer oder Unternehmerin Vorsteuer geltend machen, wenn Sie vor der Gründung Ausgaben für Betriebsmittel haben (zum Beispiel für Büroeinrichtung oder Waren).

Das Finanzamt legt auch fest, wie hoch die Einkommensteuer ist, die Sie vierteljährlich überweisen müssen. Dieser basiert im ersten Jahr der Selbständigkeit auf den Angaben über den zu erwartenden Gewinn im Rahmen der steuerlichen Erfassung. Eine weitere Form ist die Gewerbesteuer, die Sie als Gewerbetreibender vorauszuzahlen müssen, oder die Körperschaftssteuer, die Kapitalgesellschaften wie GmbH oder UG zahlen. Das Thema Steuern und Rücklagen ist komplex. Daher empfiehlt es sich, im Vorfeld der Gründung eine Steuerberatung zu besuchen.

Aber nicht nur in puncto Steuern gibt es Unterschiede zwischen den Rechtsformen, sondern auch im Rechnungswesen. Kapitalgesellschaften, also UG, AG und GmbH, sind gesetzlich dazu verpflichtet, Rücklagen zu bilden und in der Bilanz auszuweisen. Für die AG und UG gibt es dabei noch mal gesonderte Regeln, die die GmbH nicht betreffen. Außerdem wird zwischen offenen und stillen Rücklagen unterschieden. Man spricht von offenen Rücklagen, wenn diese auf einem gesonderten Rücklagenkonto bilanziert werden. Stille Rücklagen erscheinen hingegen nicht in der Bilanz. Sie entstehen, wenn Vermögen unter- oder Schulden überbewertet werde. So scheint der Bilanzgewinn oder das Eigenkapital geringer, als es ist.

Übrigens: Rücklagen sind nicht das Gleiche wie Rückstellungen. Rückstellungen sind offene Verbindlichkeiten und zählen zum Fremdkapital. Um die eigene Existenz abzusichern, empfiehlt es sich aber auch für Einzelunternehmerinnen oder -unternehmer, finanzielle Rücklagen zu bilden. Zum einen gibt es planbare finanzielle Belastungen, etwa Steuervoraus- und -nachzahlungen oder Investitionen. Zum anderen kann es aber auch mal Durststrecken mit geringeren Umsätzen geben. Da Einzelunternehmerinnen oder -unternehmer aber nicht Bilanz führen müssen, handeln es sich bei dieser Art von Rücklagen schlicht um das Ansparen von Geld. Es sind offizielle keine Rücklagen. Sinnvoll aber ist es dennoch.

Kostenreduktion

Die Gründung eines Unternehmens ist mit diversen Kosten verbunden, die durch die Kapitalbedarfsplanung auch Eingang in den Businessplan finden. Dazu gehören beispielsweise die Kosten für Gewerbeanmeldung, Notariat oder Handelsregistereintrag. Zwar ist nicht überall eine Kostenreduktion möglich, aber an einigen Stellen können Sie bei der Gründung auch Geld sparen.

Beispielsweise ist eine Gewerbeanmeldung nicht immer zwingend notwendig. Das hängt von der Rechtsform ab und, ob Sie eine freiberufliche oder gewerbliche Tätigkeit ausüben. Das gilt auch für die Eintragung ins Handelsregister. Auch beim Notariat ist eine Kostenreduktion möglich, wenn Sie beispielsweise einen Mustervertrag verwendet statt eines individuell angefertigten Vertrages. Oder wenn Sie gut vorbereitet ins Notargespräch gehen, so dass der Aufwand geringer ist und weniger Termine anfallen.

Die laufenden Ausgaben bieten ebenfalls Potenzial für eine Kostenreduktion: So ist nicht immer von Anfang an ein eigenes Büro notwendig. Die erste Zeit von zu Hause aus arbeiten kann eine Möglichkeit sein. Oder Co-Working Spaces mieten, da Sie damit flexibel sind. Ist ein Büro notwendig, lassen sich mit Blick auf die Ausstattung die Kosten senken. Zum Beispiel bei Büromöbeln. Nicht zuletzt können Sie auch bei der Gebühr für die Kontoführung sparen. Einige Banken bieten günstige oder kostenlose Konditionen an. Zwar handelt es sich nicht bei jeder möglichen Kostenreduktion um eine immense Summe. Alle zusammengenommen lohnen sich auf jeden Fall. Und bei genauem Hinsehen lassen sich fast immer weitere mögliche Einsparungen finden.

 

Fördermöglichkeiten recherchieren

Wie schon erklärt ist die Auswahl der Möglichkeiten der Finanzierung vielfältig: Neben Krediten von Banken beispielsweise gibt es auch öffentliche Unterstützungsprogramme. Fördermöglichkeiten recherchieren empfiehlt sich also.

Damit Sie beim Thema „Fördermöglichkeiten recherchieren“ den Überblick behalten, haben wir hier verschiedene Programme vom Land NRW, Bund und EU zusammengefasst:

Förderung in Nordrhein-Westfalen

  • Informationen zu Fördermöglichkeiten, die individuell zu Ihrer Gründung passen, erhalten Sie bei einer persönlichen Beratung der Startercenter NRW.
  • Förderdarlehen der NRW.BANK: Die NRW.BANK unterstützt Gründende in Nordrhein-Westfalen in jeder Phase – mit Förderkrediten, wie dem NRW.BANK.Gründung und Wachstum und dem NRW.BANK.Unviversalkredit, Eigenkapitalfinanzierungen und umfassender, anbieterunabhängiger Förderberatung.
  • Gründende mit kleinerem Kreditbedarf finden Erleichterung beim Start in die Selbstständigkeit durch das Mikrodarlehen der NRW.BANK in Kooperation mit den Startercentern NRW.
  • Landesbürgschaften beantragen Sie über die kreditgewährende Bank bei PricewaterhouseCoopers (PwC). Darlehensgrenze des Gesamtbetrags liegt hier bei 1.562.500,00 Euro.

Bundesweite Förderung

Förderdatenbanken der Europäischen Union

  • Das InvestEU-Programm bietet Zugang zu und Verfügbarkeit von Finanzmitteln vor allem für KMU. Das Programm stellt Kapitalhilfen für KMU, die Ende 2019 noch nicht auf Hilfe angewiesen waren, seither aber wegen der durch die Covid-19-Pandemie verursachten Krise mit erheblichen Risiken konfrontiert sind.
  • Im Bereich Forschung und Innovation fördert die EU mit verschiedenen Maßnahmen und Programmen, wie zum Beispiel Horizon Europe oder The Cohesion Fund.

Eine Vielzahl weiterer Fördermöglichkeiten finden sich in Datenbanken. Dort ist es möglich, nach konkretem Bedarf zu filtern, damit Sie individuelle Lösungen finden. Weitere Informationen zu Förder-Datenbanken.

Fazit

Wie Sie sehen, ist eine gut geplante Finanzierung ein entscheidendes Puzzle-Teil im gesamten Gründungsprozess. Alle Schritte müssen sichergestellt werden, sonst lässt sich der Weg in die Selbständigkeit kaum gehen. Denn in der Regel hat keine Gründerin oder kein Gründer so viel Eigenkapital, um die Finanzierung allein zu stemmen. Deshalb ist es so wichtig, auch Fremdkapital für das eigene Vorhaben zu bekommen. Das können Venture Capital von Business Angels, Bankkredite, Förderungen aus öffentlichen Programmen oder eine Mischung daraus sein. Doch für alle Investitionsformen gilt: Sowohl die Geschäftsidee als auch die Fähigkeiten der Gründenden müssen überzeugen, damit Kredite oder Förderungen bewilligt werden. Und dafür braucht es einen soliden Businessplan. Daher ist der Businessplan die Basis für eine erfolgreiche Finanzierung.

Wer mehr rund ums Thema Gründen, Finanzierung, Förderung erfahren möchte, für den ist die Internetseite der Neuen Gründerzeit NRW eine gute erste Anlaufstation. Dort gibt es außerdem jede Woche neue, inspirierende Gründungsgeschichten aus NRW.

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