Internationalisierung: Wann Ihr Unternehmen den Schritt in weitere Märkte gehen sollte

Den richtigen Zeitpunkt zur Internationalisierung abzupassen, ist eine große Herausforderung. Die Gründungslandschaft in NRW hilft dabei, im richtigen Moment den nächsten Schritt zu gehen.

Kommt der Schritt zur Internationalisierung zu früh, kann das ein Start-up in Schwierigkeiten bringen – kommt er zu spät, können Märkte verloren gehen.

Grundsätzlich gilt: Zu klein für Internationalisierung ist mittlerweile fast kein Start-up mehr – auch wenn die Abdeckung internationaler Märkte nicht im Mittelpunkt des Geschäftsmodells steht. Die Lösung ist für jedes Unternehmen, vor allem aber für jedes Geschäftsmodell hochindividuell – gute Beratung erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit deutlich.

Gründungseinrichtungen helfen und beraten auf dem Weg „nach draußen“.

Beratung und Expertise vor Ort

Die Expertinnen und Experten von NRW.Global Business bieten beispielsweise regelmäßig Veranstaltungen zu Internationalisierungsstrategien an. Hinzu kommen Messeteilnahmen im Ausland, die von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen sowie den Industrie- und Handelskammern und den Auslandshandelskammern unterstützt werden.

Die regionalen Startercenter NRW vermitteln Ansprechpartner und Informationen zur Internationalisierung der Geschäftsidee.

Internationale Netzwerke

Damit die Internationalisierung erfolgreich verläuft, braucht es auch Kontakte. Je nach Markt gibt es dafür eigene Netzwerke – mal mehr und mal weniger institutionalisiert. Programme wie der "German Accelerator" stellen Verbindungen her, beispielsweise in New York, dem Silicon Valley oder Südostasien.

Förderangebote des Bundes

Bei Finanzierungsfragen hilft es, über das eigene Bundesland hinauszuschauen. So bietet der Bund ebenfalls Unterstützung für Gründungen an.

Information und Beratung bietet iXPOS, das offizielle Portal der deutschen Außenwirtschaftsförderung.

Die Teilnahme von Unternehmen an internationalen Messen ist ebenfalls förderfähig: Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gibt es das Auslandsmesseprogramm. Zusammen mit anderen Firmen können sich Start-ups im Rahmen des Programms weltweit auf Messen präsentieren, wenn eine eigenständige Präsentation auf der Messe finanziell nicht lohnenswert wäre.

Hinzu kommt das „Messeprogramm junge innovative Unternehmen“ des Bundeswirtschaftsministeriums. Darüber werden Unternehmen gefördert, die an internationalen Leitmessen in Deutschland teilnehmen wollen. Die Messen müssen dabei mindestens überregional relevant sein. Außerdem müssen sowohl Aussteller als auch Besucherinnen und Besucher international sein. Welche Messen konkret gefördert werden, entscheidet das Bundeswirtschaftsministerium. Eine aktuelle Liste finden Sie hier.

Förderangebote der Europäischen Union (EU)

Die EU bietet Förderangebote für KMU und Start-ups. Zu nennen ist hierbei vor allem das Horizon 2020-Programm, das direkte finanzielle Unterstützung ermöglicht, die zum Großteil nicht zurückgezahlt werden muss.

Bei der Geschäftsanbahnung hilft das Enterprise Europe Network (EEN) Unternehmen mit europäischem und internationalem Fokus. Unter dem Namen NRW Europa vertreten die ZENIT GmbH, die NRW.BANK und die NRW International GmbH das Enterprise Europe Network in Nordrhein-Westfalen. NRW Europa informiert, berät und begleitet bei Internationalisierungs- und Innovationsvorhaben, bei der Suche nach internationalen Partnern, beim Technologietransfer und bei der Nutzung von Fördermitteln.

Internationale Accelerator-Programme wie DeepTech4Good, EIT KIC (Knowledge and Innovation Communities des European Institute of Innovation and Technology) oder EIC Accelerator Pilot fördern innovative Ideen junger Start-ups.